Ein Brief wird geliefert

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Beitrag  Sonnenruf am Sa Nov 06, 2010 9:04 pm

Papier und Siegel dieses ordentlichen Briefes zeigen das Zeichen eines silbermonder Marktschreibers. Hier hat wohl jemand Geld investiert, damit alles korrekt ist, jedoch nicht genug Geld oder Beziehungen für einen persönlichen Sekretär.
Überbracht wird er von einem öffentlichen Boten, der mit angemessener Bescheidenheit am Eingang verbleibt, um auf eine Antwort zu warten



Sehr geehrte Dame Sorehma,

Dieser Brief wendet sich an euch in eurer Funktion als Majordomus des Hauses Aschenglanz. Sollte ich diesbezüglich falsch informiert worden sein und ihr diese Position gar nicht innehalten, bitte ich demütigst um Verzeihung, eure Zeit dergestalt verschwendet zu haben und hoffe dennoch, dass ihr den Brief in zuständige Hände übergeben werdet.

Mein Name ist Sonnenruf, und ich habe vor kurzem meine Ausbildung zum Ingenieur durchlaufen, eine gleichsam kuriose und ungewöhnliche Aufgabe, die in unserer fortschrittlichen Welt dennoch immer mehr an Bedeutung gewinnt.
Genau in dieser Funktion hoffe ich auch, eine Anstellung in eurem Hause zu finden. Meine Lehrmeister meinten zu wissen, dass sich noch niemand in euren Diensten befindet, der fähig ist, die Arkanwächter zu warten, die wohl wie in jedem Anwesen mit Zukunft auch auf eurem Grund patroullieren.

Eine Bestätigung meiner Lehrmeister und Zeugnis über meine Fähigkeiten in der Arbeit mit Arkanwächtern, ausgestellt von der Ingenieursbehörde in Silbermond, liegen diesem Brief selbstverständlich bei.

Da mein Wohnort derzeit stetig wechselt, habe ich den Boten im Vorraus bezahlt, damit er eine Antwort eurerseits bei dem Marktschreiber hinterlegt, den ich bereits mit diesem Schreiben betraut habe. Bitte nehmt euch für eben diese Entscheidung all die Zeit, die ihr wollt. Er wurde ebenfalls bezahlt, um geduldig zu sein.

Ich verbleibe Dankbar für eure Aufmerksamkeit und in der Hoffnung einer Zusage,
mit besten Grüßen,
Sonnenruf

Dieser Brief wurde im Auftrag aufgesetzt und niedergeschrieben von
R. V. Lohtreiber
Marktschreiber zu Silbermond


Beiliegend zum Brief findet sich ein klein beschriebener, gesiegelter Zettel, der die Tätigkeit von einer 'Ingenieursgesellin Sonnenruf' beim Arkanwächterwächterzweig der Wartungsbehörde Silbermond bestätigt, sowie ein Zeugnis zum Abschluss einer Ingenieurslehre, in dem eine Zuwendung zur Gnomeningenieurskunst schwer empfohlen wird, sowie Leistungen im Bereich mechanischer Apparaturen gewürdigt werden.
Beide Dokumente sind verknittert und weisen zahlreiche Öl- und Schmutzflecken auf, als hätte sie jemand lange in der Tasche mit sich herumgetragen, bevor sie diesem Schreiben beigelegt wurden.
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Re: Ein Brief wird geliefert

Beitrag  Auriél am Mo Nov 08, 2010 11:08 am

Auriél machte gerade ihre Runde, als vorne am Eingang ein Bote auftauchte, kurz mit einer der einfachen Wachen sprach und einen Brief vorzeigte. Interessiert ging sie zum Eingang, nickte der Wache knapp zu und ließ sich kurz vom Boten erklären an wen der Brief war. Sie nahm ihn entgegen, deutete auf einen Warteraum, damit der Bote sich dort die Stunden die es dauern würde hinsetzen konnte. Eine der Wachen postierte sich bei der Tür.
Mit dem Brief in der Hand ging Auriél zum Büro des Major Domus und legte ihn dort auf den Schreibtisch. Dach wendete sie sich wieder ihrem Rundgang zu, begutachtete ob die einfachen Wachen auf ihren Posten standen und beobachtet kurz das Treiben in der Stadt.
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Re: Ein Brief wird geliefert

Beitrag  Sorehma am Di Nov 09, 2010 3:20 pm

An dem magischen Chronometer, das im Wartezimmer auf einer Anrichte stand, konnte der Bote ablesen, dass er schon über eine Stunde gewartet hatte. Der schimmernde Sand, mit dem das Gerät die verstreichende Zeit anzeigte, rieselte geräuschlos und behäbig in die dafür vorgesehen Glasphiole und funkelte sanft im Licht des Naaru. Im Pavillon selbst war es still, nur dann und wann maunzte irgendwo in seinen Tiefen ein Kätzchen oder das Scheppern einer Rüstung hallte in den schlicht eingerichteten Steingängen nach. Ansonsten war dem Boten als wäre der Pavillon in einen verzauberten Schlaf gewoben worden und er der einzig Wachende im ganzen Gebäude, vielleicht in ganz Shattrath.

Die Phiole füllte sich gerade zum zweiten Mal als geräuschvoll der Bann gebrochen wurde und mit der Ankunft einer neuen Person im Pavillon eine Welle von Aktion durch das schlafende Haus rollte. Die Rüstungen der Torwachen schepperten kurz und laut als sie zum Salut Haltung annahmen. "Major Domus", konnte der Bote die tiefe Stimmer der einen Wache hören, "ein Bote hat eine Nachricht für Euch gebracht und wartet auf Antwort. Lady Taublume hat das Schreiben in Euer Arbeitzimmer gebracht." "Na dann wollen wir ihm mal nicht länger warten lassen," antwortete eine Frauenstimme, ruhig aber melodisch, mit einer leichten Ecke als hätte sie einen Schalk im Sinn. "Ihr dürft bequem stehen, Irduil." fügte sie im selben Tonfall hinzu.

Wenig später schaute eine junge Elfe in den Warteraum hinein und lächelte den Boten freundlich an, an ihren Stiefeln klebte der rote Sand Durotars und der Rest der Frau wirkte eine wenig vom Wind zerzaust. Sie versicherte ihm, dass sie sich mit dem Brief beeilen würde und fragte ihn, ob er durstig oder hungrig sei. Er hatte kaum Zeit zu antworten, da war sie mit einem Nicken auch schon wieder unterwegs. Im Haus konnte man bald darauf magische Besen hören, die emsig über den porösen Steinboden des Pavillons schrubbten, die Katzen, die vorher müde gemaunzt hatten, begannen sich geräuschvoll zu balgen, in der Küche schepperte Geschirr, eine Dienerin brachte dem Boten einen Becher Wein und etwas Käse, im obern Stock wurden wohl Betten aufgeschlagen.

Die Phiole der magischen Uhr hatte es noch nicht geschafft die Phiole wieder zur Hälfte zu füllen, da stand die junge Elfe schon wieder im Wartezimmer, von den Spuren ihrer Reise war nun nichts mehr zu erkennen und überreichte dem Boten einen schlichten Brief aus cremig weißem Papier der an die Gesellin Sonnenruf gerichtet war.

Die Nachricht, die die junge Dame dem Schreiben später entnehmen können wird, ist die folgende:



Bala'dash Gesellin Sonnenruf,

ich freue mich über Euer Schreiben und würde Euch gerne persönlich kennenlernen. Von Angesicht zu Angesicht lässt sich vieles doch besser abgleichen als über den Postweg, der die persönliche Note doch sehr missen lässt. Ich würde Euch daher gerne an diesem Samstag zur fünften Stunde des Nachmittags in die Taverne Weltenend im Unteren Viertel Shattraths zu einem Gespräch einladen.

Das Licht mit Euch,

Sorehma Silberblatt,
Major Domus des Hauses Aschenglanz

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Re: Ein Brief wird geliefert

Beitrag  Sonnenruf am Di Nov 09, 2010 4:08 pm

Der Bote verlässt das Haus, nicht ohne sich vorher nicht überschwänglich für die gute Behandlung von Boten im allgemeinen und ihm im Besonderen zu Bedanken. Es war ihm Freude und Ehre zugleich, und er wünscht einem so gastfreundlichen Haus alles erdenklich Gute.

Wenig später, in Silbermond...

Ölverschmierte Hände greifen das Pergament und lesen es einmal, zweimal
"Sie... sie will mich persönlich sehen! Das... ist gut, oder?"
Der Marktschreiber musterte die Person vor sich und fragte sich insgeheim, welche Antwort sie möglichst schnell verschwinden lassen würde. Ingenieure und ihr Umgang mit leicht entzündlichen Materialien machten ihn nervös.
Seine Nervosität schwand, als ein kleiner Haufen Silbermünzen auf seinem Pult landete
"Gut! Du setzt eine Antwort auf. Ich komme, freue mich, bin geehrt... Du weißt schon. Verpacks."
R. V. Lohtreiber nickte indigniert und nahm die Schreibfeder wieder auf. NATÜRLICH würde er es elegant formulieren, selbst für diese... Person, die die Schönheit eines gut geformten Satzes nicht mal dann erkennen würde, wenn man sie ihr die aberwitzige Nase hochschieben würde
"Und beeil dich! Wir wollen die hohe Dame doch nicht warten lassen!"
Der Schreiber verdehte für dich die Augen und warf gedanklich das Tintenfass nach ihr. Studenten. Gerade sie müssten doch wissen, dass gut Ding Weile haben mus...
"Und... warum kommt mir der Name nur so bekannt vor? Ist die ne Persönlichkeit? Jemand, den man kennen sollte? Ich könnte schwören..."
Der Blutelf setzte die Feder mit einem Knall ab und fixierte die Dame entnervt
"Frau Sonnenruf. Es wird alles zu ihrer Zufriedenheit geschehen. Könnten sie sich nun BITTE entfernen? Und nehmen sie die... Echse dort mit, ehe sie noch mehr von meinem Pergament zusabbert, ja?"
Misstrauisch beobachtete R.V. (Für seine Freunde R.), wie sich Elfe und Echse von seinem Stand entfernten. Er hatte schon die ersten Zeilen sauber niedergeschrieben, als er ihre Stimme noch durch die leere Gasse hallen hörte
"Nein, wie unhöflich. Der arme Kerl ist ja völlig verspannt... vielleicht arbeitet er einfach zu viel."

...

Sehr geehrte Dame Silberblatt,

Euer Interesse ehrt und freut mich zugleich. Gerne komme ich eurem Ruf nach, und werde mich diesen Samstag zur geforderten Zeit in der Taverne Weltenend einfinden.
Habt vielen Dank für die rasche Antwort,
Eure ergebene Dienerin,
Sonnenruf

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Re: Ein Brief wird geliefert

Beitrag  Thahn am Di Nov 09, 2010 9:23 pm

Der Bote erhob die Hand und wollte gerade an der Tür klopfen, als Thahn aus der zum Klopfzeichen erhobenen Hand das Pergament herauszupfte und den Jüngling nur mit einem genervten, grimmigen Blick bedachte. "'s wär's gewesen, hm?" Ein tiefer Schluck aus seinem Flachmann, gefolgt von einem schwachen Rempler ließen den Boten zur Seite weichen und Thahn die Tür öffnen.
Im Türrahmen stehend entfaltete er das Pergament und laß es, mit dem Rücken zum Boten stehend. Ein leises, zurückhaltendes Räuspern und der Hauptmann drehte sich langsam um. "Was'n no..." er verstummte; der Bote hielt ihm schwach zitternd Pergament und eine Feder entgegen. Thahn kritzelte seinen Namen darauf und knallte die Tür zu. Er äffte das Ende des Briefes nach "Dieser Brief wurde im Auftrag aufgesetzt und niedergeschrieben ... Wohl zu blöd um selber was zu schreiben. Pff ... un' was überhaupt für'n Treffen?" Die Antwort gab er sich im Nu selbst; in Form von Eberschnaps und einem Achselzucken. Der Brief landete auf dem Ablagestapel für des Major Domus und damit war die Frage für's erste beantwortet.

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